Fußpilz - Ursachen, Diagnose und Behandlung der Tinea Pedis

Fußpilz
Der Tineapedis ist der häufigste Fußpilz.
Bild: Uwe Wagschal / pixelio.de

Fußpilz ist eine Pilzerkrankung (Mykose) der Haut an den Füßen. Die Tinea Pedis ist die häufigste Form des Fußpilzes, die bevorzugt dort auftritt, wo Haut auf Haut liegt und günstige Bedingungen durch die angestaute Feuchtigkeit geschaffen werden. Die Haut wird aufgeweicht (mazeriert) und das Wachstum der Pilze, die ein feuchtes Klima bevorzugen, begünstigt.

Die Erreger sind zu 80% Fadenpilze (Dermatophyten), die die Haut- und Hornsubstanz der Füße, Haare und Nägel befallen. Aber auch der Candida Hefepilz befällt die Füße und die Hautfalten, bevorzugt allerdings die Schleimhäute in Mund-, Magen-, Darm- und Genitalbereich. Es gibt Schätzungen, wonach jeder zehnte Deutsche mit dem am häufigsten vorkommenden Fußpilzerreger Trichophyton rubrum infiziert ist, Männer häufiger als Frauen. Eine Infektion mit dem Erreger macht sich aber zunächst kaum durch Beschwerden bemerkbar. Ist eine Ansteckung offensichtlich, behandeln nur die wenigsten Infizierten den Fußpilz und er kann sich ungestört ausbreiten.

Erscheinungsformen des Fußpilzes

Es wird zwischen drei Erscheinungsformen unterschieden:
  • die interdigitale Form,
  • die squamös-hyperkeratotische Form
  • und die vesikulös-dyshidrotische Form.
Tinea pedis interdigitalis beschreibt eine Infektion der Zehenzwischenräume. Bei dieser Infektion handelt es sich um die häufigste Art von Fußpilz. Meist ist der Zwischenraum des vierten und fünften Zehs befallen. Die betroffenen Hautstellen sind leicht gerötet, schuppen und jucken. Verhornungen treten als dicke, weiße Hautlagen auf und es bilden sich unter Umständen schmerzhafte Risse. Unbehandelt geht der Fußpilz auf die angrenzenden Zehen und den Fußballen über. Als squamös-hyperkeratotische Form wird der Befall der Fußsohle bezeichnet, der mit einer starken Schuppung und der Bildung von Rhagaden einhergeht. Dieser Fußpilz breitet sich auch auf die Fußkanten und auf den Fußrücken aus. Der Befall verläuft meist chronisch. Bei der vesikulös-dyshidrotische Form kommt es zu einer starken Entzündung des Fußgewölbes und der Fußkanten mit Bläschenbildung und einer verdickten Hornschicht. Durch die Austrocknung reagiert die Haut mit einem heftigen Spannungsgefühl und starkem Juckreiz. Wird Tinea Pedis nicht frühzeitig erkannt und ausreichend behandelt, kann er auf andere Körperregionen übergehen. Bevorzugt werden hier Finger und Nägel, Zehen und die Leistengegend befallen.

Ausbreitung und Risikofaktoren von Fußpilz

Ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit Fußpilz besteht überall dort, wo viele Menschen barfuß laufen, wie zum Beispiel in Hotelzimmern, Schwimmbädern, Saunen, Duschen und Umkleidekabinen. Die Fußpilzerreger werden durch infizierte Laufflächen oder Gegenstände über Kontakt- oder Schmierinfektionen übertragen. Schwimmbäder, Saunen, Duschen, und Umkleidekabinen bieten dazu durch das feucht-warme Klima perfekte Bedingungen für das Überleben und Gedeihen der Fadenpilze. Trockene Haut oder kleine Verletzungen und Risse an den Füßen bieten dem Fadenpilz ideale Möglichkeiten, um in die Haut einzudringen. Badeschuhe schützen hier nur bedingt, denn die Berührung mit dem infizierten Wasser kann durch das Tragen dieser Schuhe nicht verhindert werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass sich der Fadenpilz in den Schuh einnistet. Es gibt einige Risikofaktoren, die einen Befall begünstigen.
  • Dazu gehört die familiäre Disposition,
  • Fehlstellungen des Fußes,
  • Neuropathien,
  • Diabetes mellitus,
  • Durchblutungsstörungen
  • und ein geschwächtes Immunsystem, zum Beispiel nach einer Antibiotika-Therapie.
Durchblutungsstörungen des Fußes erhöhen das Risiko eines Befalls (welche zur Tinea Pedis führt), weil die Abwehrbereitschaft der Haut vermindert ist. Als typische Stoffwechselerkrankung, die mit Durchblutungsstörungen einhergeht, steht hier Diabetes mellitus an erster Stelle.

Die Ursachen für Fußpilz

Der Fusspilz ist, wie der Name schon verratet, eine Infektion des Fußes, dessen Ursache im Befall eines Pilzes liegt. Der betroffene Bereich am Fuß ist gerötet und juckt ständig In großflächigen Schuppen löst sich die Haut zwischen den Zehen ab. Verschiedene Erreger verursachen den krankheitsauslösender Pilz. Die Haupterreger sind Dermatophyten, Hefepilze oder Schimmelpilze. Die Ansteckung mit diesen Erregern erfolgt durch eine direkte oder eine indirekte Schmierinfektion, beispielsweise wenn man im Schwimmbad ohne Schuhe läuft Ohne Behandlung wird der Fusspilz chronisch. Ab und zu verschwindet ein unbehandelter Fußpilz auch wieder von alleine, jedoch kommt er dann meistens in regelmäßigen Abständen immer wieder zurück, was ziemlich lästig werden kann. Deshalb sollte jeder, mit einer Fußpilzinfektion, sich in Behandlung beim Arzt begeben, um so schnell wie möglich mit einer Therapie zu beginnen.

Fußpilz Symptome

Die Symptome im Anfangsstadium des Fußpilzes machen sich auf unterschiedliche Art und Weise bemerkbar. Zwischen den „Zehen“ breitet sich ein mazerativer, nässender Hautausschlag aus, während die Fußsohle, die Kanten und die Ferse durch eine aufgequollene, weißlich verfärbte Haut mit starker Verhornung (Hyperkeratose), kleinen oder größeren Einrissen (Rhagaden) und einem eventuell unangenehmen Geruch auffällt.

Therapie von Fußpilz

Zur Fußpilz Behandlung werden Antipilzmedikamente eingesetzt, die man als Antimykotika bezeichnet. Je nachdem wie stark die Krankheitszeichen sind, wird der Arzt entweder in äußerlicher Form mit Cremes und Salben oder Sprays behandeln oder innerlich mit Verabreichung in Form von Tabletten. Es gibt zwei verschiedene Arten von Antipilzmitteln,
  • einmal die fungistatischen Antimykotika, die verhindern, das sich die Pilzerreger vermehren,
  • und dann die fungiziden Antimykotika, welche die Pilzerreger abtöten.
Die Wirkung steht im Zusammenhang mit der Dauer der Einnahme. Die Therapie mit fungistatischen Antimykotika verhindert die Vermehrung der Fußpilz Erreger, sodass sich der Fußpilz nicht weiter ausbreiten kann. Diese Therapie dauert circa drei bis vier Wochen und jeden Tag zwei- bis dreimal muss das Mittel angewendet werden, damit sich die Haut vollständig erneuert und die befallenen Hautzellen nach und nach abstoßen kann. Sind die Symptome sehr ausgeprägt, verschreibt der Arzt Fungizide Antimykotika mit Wirkstoffen, welche die Erreger gezielt abtöten. Die Behandlung ist hier deutlich kürzer, als bei fungistatischen Antimykotika. Fragen Sie Ihren Arzt danach.

Fußpilz vorbeugen

Damit es erst gar nicht zu einem Fußpilz kommt, gibt es wichtige Vorbeuge-Maßnahmen, die eine Ansteckung verhindern. Dazu gehört in erster Linie eine optimale Reinigung bzw. Hygiene. Die Füße sollten so regelmäßig mit einem Waschsyndet, welches einen pH-Wert von 5,5 aufweist, gewaschen werden. Das macht die Füße widerstandsfähiger gegen Krankheitserreger. Zudem sollten die Füße immer ordentlich abgetrocknet werden, da sich der Pilz besonders an feuchten Stellen ansiedelt. Wer öfters mit Fußpilz Probleme hat, der sollte seine Füße regelmäßig vom Arzt untersuchen lassen, da sich der Pilz deutlich einfacher im Anfangsstadium bekämpfen lässt. Ein Arzt hilft und unterstützt Sie, bei allen Fragen rund um Ihre Gesundheit. Eine gesunde Ernährung hilft ebenfalls, Ihre Gesundheit in Takt zu halten. Dadurch beugen Sie dem Fußpilz vor.

Hausmittel gegen Fußpilz

Ein weiteres sehr beliebtes Hausmittel, zur Behandlung von Fusspilz/Nagelpilz,   ist Apfelessig.  Apfelessig hilft gegen Fußpilz und ist gut verträglich. Wer seine Füße damit täglich wäscht, der kann die Entzündung und den Juckreiz lindern. Viele reiben die Zwischenräume ihrer Füße auch mit aufgeschnittenem Knoblauch ein. Dieser kann seine Wirkung am besten entfalten, wenn die Füße über Nacht in Baumwollsocken eingepackt werden. Wem der Geruch von Knoblauch nicht zusagt, der kann auch auf Zwiebeln ausweichen. Eine andere Möglichkeit um den Juckreiz und die Schmerzen zu lindern ist schwarzer Tee. Auf einen Liter Wasser kommen hierbei etwa 5 bis 6 Teebeutel. Anschließend werden die Füße darin gebadet. Lesen sie die 10 besten Hausmittel zur Behandlung von Fußpilz.

Ätherische Öle zur Behandlung bei Fusspilz

Ätherische Öle werden sehr häufig erfolgreich bei dieser Hauterkrankung eingesetzt und sind gut verträglich. Am besten eignen sich dafür Öle wie Pfefferminze, Teebaum oder Lavendel. Sie wirken antiseptisch, desinfizierend und pilztötend. Aufgetragen werden kann das Öl entweder durch das Auftupfen auf die betroffenen Stellen oder in Form eines Fußbades. Dazu einfach ein paar Tröpfen mit Butter oder Sahne vermengen und in das Wasser geben. Eine Badedauer von 5 Minuten reicht vollkommen aus.

Fazit: Tinea Pedis und Begriffserläuterung

Die Tinea-Pedis Fußpilz ist eine Pilzerkrankung, welche die Hornsubstanzen am Körper befallen können - also Haare, Nägel und vor allem die Haut. Die häufigste Form von Tinea-Pedis ist dabei der Pilzbefall am Fuß, wie der lateinische Name schon sagt. "'Pedis" ist Lateinisch und die Genetivform von ´pes´ - der Fuß. Die Tinea Pedis setzt sich meistens zwischen den Zehen der Füße fest, dabei am häufigsten zwischen der vierten und der fünften Zehe. Aber auch die Fußsohle sowie der Fußhohlraum können betroffen sein. Verursacht wird die Tinea Pedis durch einen Fadenpilz, sogenannte Dermatophyten. Normalerweise ist dies für einen gesunden Menschen völlig ungefährlich. Begünstig wird die Erkrankung Tinea Pedis aber durch Dispositionserkrankungen wie Stoffwechselstörungen oder Diabetes. Bleibt die "Infektion" der Tinea-Pedis unbehandelt, kann dies zu einer extremen Abwehrschwäche der haut führen. Dies wiederum begünstigt dann den Befall ernsthafterer Erkrankungen, bzw. Krankheiten wie eine Gürtelrose. Übertragen wird die Tinea Pedis zum einen direkt von Mensch zu Mensch per Kontakt- oder Schmierinfektion. Aber auch auf indirekte Weise findet die Pilzspore, die zur Tinea Pedis führt, ihren Weg zum Menschen. Überall, wo warme und feuchte Zustände herrschen, ist das Risiko einer Ansteckung mit Tinea Pedis besonders groß. Am besten ist es, dem vorzubeugen, indem man vor allem die Zehenzwischenräume nach dem Duschen oder Besuchen von Freizeitbädern aufmerksam trocknet. Damit verhindert man eine Tinea Pedis Ansteckung. Die Behandlung von Fußpilz erfolgt in den früheren Stadien mit einer speziellen Salbe. In fortgeschrittenen Stadien jedoch kann eine orale Therapie nötig sein, die die Tinea Pedis dann von Innen her bekämpft. Fazit: Tinea Pedis muss nicht sein, Tinea Pedis läßt sich gut behandeln.  

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